Dienstag, 25. Januar 2011

Wirtschaftswachstum

Die Zeitungen sind voll. Aufschwung in Deutschland. Wirtschaftswachstum auf allen Kanälen. Im Bereich des Arbeitsamtes Nordhorn nur 4,3% Arbeitslose, also fast Vollbeschäftigung. Ähnliche Situationen in anderen anderen Regionen Deutschlands. Auch die Region München ist eine Boomregion, die dringend Arbeitskräfte braucht. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, erwartet die Agentur für Arbeit einen Beschäftigungsrekord http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/50918551/agentur-erwartet-beschaeftigtenrekord.

Das Wirtschaftswachstum könnte noch größer werden, wenn man ausgetretene Wege verlässt, Synergien nutzt, kreativ und innovativ ist. Einfach etwas weniger Schubladendenken und mehr Gelassenheit, Vertrauen und Mut...

Es sollte doch gelacht sein, wenn ich bei dieser guten wirtschaftlichen Lage nicht schnell eine Stelle finde. Als gut ausgebildete Medienfachfrau. Kommunikativ, internetaffin, innovativ, motiviert,offen, dazu flexibel, kreativ und neugierig. Besonders wenn ich ungewöhnliche Wege gehe, mich auf die Stellen bewerbe, die zu wenigstens 90% zu meinen Qualifikationen passen.

Zu blauäugig gedacht? Zu wenig Netzwerkausschöpfung? Es ist nicht ganz sooo einfach. Und auch hier gilt nicht nur schwarz und weiss. Glück gehört dazu und Unterstützer. Davon kann man nicht genug haben. Eigene Anstrengungen reichen nicht immer, um eine Stelle zu finden, die angemessen ist. Von den Rückschlägen ganz abgesehen. Während meiner Suche habe ich einiges erlebt - Schönes und weniger Schönes. Und ich bin mit diesen Erfahrungen sicher nicht allein. Aber ich habe auch gelernt: Arbeit hat nichts mit dem Wert eines Menschen zu tun.

Bei meiner Recherche und Arbeitssuche bin ich auf die Stellenausschreibung eines Unternehmens im Emsland gestoßen. Bereich Unternehmenskommunikation. Ich habe mich beworben, eine Absage bekommen und war verwundert drei Monate später wieder die gleiche Stellenauschreibung zu lesen. Jetzt habe ich mich ernsthaft gefragt, ob tatsächlich eine Person gesucht wird, die das Unternehmen unterstützt und weiterbringt. Hohe Fluktuation? Enormes Wachstum? Marketingtrick? Oder einfach viel zu wenig Manpower, um die Ausschreibungen wieder aus den ganzen Foren zu nehmen? Im Nachhinein ist der Grund völlig egal. Nur schön, dass es wieder nach oben geht.

Sonntag, 16. Januar 2011

Neujahrziele - Abnehmzeit

Neujahrsziele - Abnehmzeit. Jedes Jahr aufs Neue. In fast jedem Medium wird das leidige Thema behandelt und auf irgendeine Weise besprochen. Manchmal in schadenfroher Weise Prominente aufs Korn genommen. Und von den Medien wird uns meistens der Spiegel der Perfektion von Schönheit vorgehalten. Dabei sind wir alles Menschen mit Fehlern und Empfindlichkeiten - und Gelüsten.

Gestern Abend hat 3Sat eine Gesprächsrunde über Diäten und Essen ausgestrahlt. Warum immer so spät? Gastgeberin war Sandra Maischberger, Gäste Dr. Frerich, Dr. Frank und Dr. Pape, die sehr unterschiedliche Theorien zum Thema beigetragen haben - aber auch wieder nicht. Frau Abdolom, die überhaupt nichts mehr mit Diäten und dem gemeinen JOJO-Effekt zu tun haben will und hierüber ein Buch geschrieben hat, Gisela Muth, die bei einer Größe von 1,72 cm gerade mal 48 Kilogramm wiegt und der Tagesschausprecher Marc Bator, der erst ordentlich zugenommen und dann wieder abgenommen hat - und dieses Gewicht hält. Quintessenz: Nicht alles schickt sich für alle, es ist schwer das Gewicht nach einer Diät zu halten, es gibt unterschiedliche Theorien zum Idealgewicht und wie man es erreicht. Aber Maß halten, Regelmäßigkeit und Bewegung sind ganz wichtig.

Bei realistischen Zielen kann der Mensch viel erreichen. Ich habs ausprobiert.

Es ist gigantisch, was man schaffen kann, welchen Willen man entwickeln und umsetzen kann, wie man sein Leben verändern kann. Da ist allerdings die Sache mit dem inneren Schweinehund: Der hat keine Lust, fletscht wie eine Bulldogge die Zähne, zerrt an der Leine und droht einen zu zerfleischen... Wenn mans geschafft hat ihm die Stirn zu bieten, dann ist er plötzlich aber ganz klein und traut sich gar nicht mehr sich zu melden. Vielleicht knurrt er ab und zu noch etwas....

Ich war nie wirklich dick, aber im Laufe der Zeit hab ich peu a peu Schwimmringe aufgebaut. Und ich hab Brüder und Freunde. Und Kommentare können dann manchmal ganz schön fies sein. Gerade wenn man weiß dass man zugenommen hat. Auch deshalb hab ich mich dann irgendwann einfach nicht mehr wohl gefühlt. Ich wollte unbedingt etwas ändern, mich verändern, mich wieder in meiner Haut wohlfühlen.

Geld für einen Coach hatte ich nicht. Das Schicksal hatte mich zu dieser Zeit gerade nach Stuttgart verschlagen. Ich war an einem fremden Ort, mit fremden Menschen. Und dann hab ich einfach angefangen - mich zu bewegen, auf meine Ernährung zu achten, weniger zu essen, etwas weniger Alkohol zu trinken, viel Wasser zu trinken und auch sonst was für mich zu tun. So habe ich von Mitte 2007 bis Anfang 2008 fast 25 Kilo abgenommen - ohne Drillmaster, Weight Watchers, Crash Diäten oder andere Hilfsmittel. Es geht also. Und einmal angefangen ist es auch gar nicht so schwer.

Seitdem ich mein Zielgewicht erreicht habe, mich bewusst bewege und Muskeln aufgebaut habe, kann ich heute auch wieder Pasta und Pizza essen oder Weisswein trinken. Und ich nehms mir auch nicht übel, wenn ich mal mehr esse - oder richtig Lust auf Schokolade habe.- Geht halt nur nicht jeden Tag.:-)

Eigentlich achte ich jetzt nur darauf wenig Fett und Zucker zu essen, nur natürlich belassene Lebensmittel zu kaufen, regelmässig zu kochen, 3x täglich zu essen, (ausgeglichenes Zuckerspiegelniveau), zu jeder Mahlzeit irgendetwas "Grünes" zu essen und genug zu trinken. Und ich bewege mich: Jeden Morgen 10 Minuten Gymnastik und jeden Tag wenigstens 30 Minuten vor die Tür gehen. Ich muss mich einfach bewegen. Und wirklich gut daran: Das Spazieren hilft mir beim Sortieren meiner Gedanken, ich kanns überall machen und lerne auch noch die Gegend kennen.;-)). Aber ich fahre auch viel Rad - und manchmal gehe ich schwimmen...

Seit der Zeit halte ich mein Gewicht. Allerdings habe ich in der letzten Zeit zu viel geschlampt, habe ich viel Bier getrunken und weniger Gymnastik gemacht. Das hat sich auf der Waage gezeigt. Und irgendjemand hat mal gesagt: "Wehret den Anfängen..." Meine Ziele sind für 2011 deshalb auch etwas mehr Sport...

Bei allem aber - sich selbst nicht zu wichtig nehmen und etwas Gelassenheit an den Tag legen...

Montag, 10. Januar 2011

Winterzeit - Grünkohlzeit

Es ist soweit. Grünkohlzeit im Norden, in Bremen Braunkohl genannt. Eine Norddeutsche Spezialität vom Feinsten, die von Region zu Region unterschiedlich zubereitet und zelebriert wird und fantastisch schmeckt. Die Norddeutschen freuen sich auf die Zeit, wenn der Kohl nach dem ersten Frost gegessen werden kann.

In fast jeder Firma in und um Bremen und Oldenburg gehört es zum guten Ton, dass man eine Kohlfahrt macht. Das schweisst zusammen. Man trifft sich zu einer Wanderung durch die schöne Landschaft, trinkt unterwegs das ein oder andere Schnäpschen, macht Trinkspielchen, es gibt auch eine Kleinigkeit zu essen. Und nachdem man dann einige Kilometer gewandert ist, kehrt man hungrig in einer Wirtschaft zum Grünkohlessen ein. Hier gibt es Kohl vom Feinsten und in rauen Mengen mit Bauchspeck, Kassler, Pinkel, Grützwurst, Mettenden und dazu Kartoffeln. Und weil das Gericht nicht eben leicht verdaulich ist, muss dazu natürlich auch jede Menge Schnaps getrunken werden und selbstverständlich auch das ein oder andere Bierchen. So eine Kohlfahrt kann lustig werden. Und weil die Fahrten sehr beliebt sind, die Plätze beschränkt, muss rechtzeitig gebucht werden. Das wohl bekannteste Grünkohlessen findet jedes Jahr in Oldenburg statt. Hierzu wird jede Menge Prominenz eingeladen und es wird ein Kohlkönig gekürt.

Aber wer jetzt denkt eine Kohlfahrt gehört zum Pflichtprogramm eines Norddeutschen.;-) Nein, man kann den Kohl auch ganz einfach selber zuhause zubereiten. Es gibt so viele Rezepte im Netz. Ich nehm häufig einfach TK-Grünkohl, den ich nicht mehr putzen muss und mach einen Eintopf mit Kartoffeln und nehme als Fleischeinlage Bauchspeck, Kassler und Mettendchen. Die Bremer Spezialität Pinkel ist nicht so ganz mein Fall. Weil ich in München auch schon mal Lust auf Grünkohl hatte, ich aber keine Mettendchen bekommen habe, habe ich - Not macht erfinderisch - stattdessen einfach geräucherte Kaminwurzen genommen. Das war auch ganz lecker. Manchmal klappts ja nicht mit dem Survivalpack aus Norddeutschland. Jedenfalls: Guten Appetitt!!!

Dienstag, 4. Januar 2011

Neues Jahr

Die Zeit vergeht immer so schnell. Fast vier Wochen sind vergangen, seid ich mich zum letzten mal gemeldet habe. Ich könnte Euch so viel erzählen, was in der letzten Zeit passiert ist, was ich getan habe, wen ich getroffen habe, was im letzten Jahr passiert ist - oder nicht. Welche Hoffnungen ich hatte, welche sich erfüllt haben und welche sich noch erfüllen...

Ich liebe besonders die Zeit "zwischen den Jahren". Es ist alles ein wenig ruhiger. Dann nehme ich mir Zeit, um richtig nachzudenken. In diesem Jahr war das besonders schön. Der Schnee hat die Landschaft in Watte gepackt. Herrlich durch den Schnee zu stapfen - oder in der warmen Stube zu sitzen - und nachzudenken, zu träumen, zu wünschen und mir bewußt machen, wie abwechselungsreich und spannend 2010 war und was ich alles erleben durfte, wem ich begegnet bin und wie das nächste Jahr verlaufen könnte...

Ich hoffe, dass Ihr alle eine besinnliche Weihnachten hattet und gut ins neue Jahr gekommen seid. Für 2011 wünsche ich Euch das allerbeste - Gesundheit, Glück, Mut, Vertrauen, Pläne, Ideen, Kraft, Motivation, Kreativität, Hoffnung, Erfolg, Begegnungen, Gelassenheit - und immer jemanden mit dem Ihr lachen könnt und weinen mögt...

julia